Bonn, 17 November 2017

Assistenzminister Čižmek auf der 23. Konferenz der UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel

Die Delagation des Ministeriums für Umweltschutz und Energie unter Leitung des Assistenzministers für Klimaschutzaktivitäten Igor Čižmek nimmt in Bonn auf der 23. Konferenz der UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel (UNFCCC) teil.

Assistenzminister Čižmek betonte in seiner Rede, die er vor Delegationen aus 197 Vertragsstaaten der UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel hielt, die Bereitschaft der Republik Kroatien, alle Ziele aus dem Pariser Abkommen zu erfüllen, wobei das Abkommen selbst einen historischen Meilenstein in der Stärkung des globalen Geistes des Miteinander und eine Umwandlung in eine klimaresistente Gesellschaft mit niedrigem Kohlenstoffgehalt darstelle.

„Republik Kroatien steht fest hinter ihren globalen Bemühungen, den Klimawandel abzuschwächen. Um besser vorbereitet zu sein und eine klimaresistente Gesellschaft zu schaffen, erarbeitete Kroatien einen Strategieentwurf mit Aktionsplan zur Anpassung an die Klimaänderungen bis 2040 mit einem Ausblick auf das Jahr 2070.  Gleichzeitig unternehmen wir Maßnahmen zur Emissionsminderung, wobei wir die Entwicklung zu einer Gesellschaft mit niedrigen CO2-Emmissionen als eine große Chance sehen und zwar als Chance für die Verbesserung der bestehenden infrastrukturellen und technologischen Lösungen durch Innovationen, Anwendung fortschrittlicher Technologien und wichtige strukturelle Veränderungen in allen Sektoren. Diese Veränderungen werden Industriewachstum, Investitionszyklus und Entwicklung neuer Unternehmen ankurbeln, was wiederum mit Schaffung neuer Arbeitsplätze und Verbeserung der Lebensqualität der kroatischen Bürgerinnen und Bürger resultieren wird“ – sagte Assistenzminister Čižmek.

Das Abkommen von Paris ist das erste rechtsverbindliche globale klimatische Abkommen über die Minderung der Treibhausgase, das Ende 2015  in Paris verabschiedet wurde. Dieses Abkommen hat zum Ziel, die globale Reaktion auf Gefahren des Klimawandels zu stärken und die langfristige Emissionsminderung zu schaffen. Als Hauptaufgabe gilt die Anstrebung,  den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2°C zu begrenzen und diese Temperatur auf 1,5 °C in Bezug auf Emissionen in der vorindustriellen Periode zu halten.

Bis heute haben 169 von insgesamt 197 Vertragsstaaten der Konvention das Pariser Abkommen ratifiziert. Republik Kroatien tritt dem Pariser Abkommen am 23. Juni 2017 als Vertragspartner bei.

Am Rande der Konferenz der UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel hielt Assistenzminister Igor Čižmek mit dem Vorsitzenden des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen  (IPCC) Dr. Hoesung Lee eine Besprechung ab, in der die Rolle und die Wichtigkeit des IPCC für die Verhandlungen über Klimaänderungen und die Finanzierung des Ausschusses thematisiert wurden. Der Vorsitzende des Ausschusses wies auf den erheblich gestiegenen Arbeitsumfang des IPCC im Rahmen des Pariser Abkommens hin und forderte, dass sich der Finanzierung des Ausschusses noch mehr Staaten als die bisherigen 40 freiwillig anschließen. Da IPCC durch seine regelmäßigen Berichte fachliche und für die Klimaverhandlungen notwendige Unterlagen sichert, ist es von großer Bedeutung, die Kontinuität seiner Wirkung zu sichern. (Quelle: Ministerium für Umweltschutz und Energie der Republik Kroatien)